Pierre Auguste Renoir wurde 1841 in Limoges geboren und starb 1919 in Cagnes. Er war ein französischer Maler des Impressionismus.

Pierre Auguste Renoir wurde als Kind einer Familie der Arbeiterklasse geboren. Sein Vater war Schneider. Als Pierre Auguste Renoir drei Jahre alt war, zieht die Familie nach Paris in die Nähe des Louvre, das zur damaligen Zeit nicht nur Museum ist, sondern auch Büros und Wohnräume beinhaltet.

Mit 13 Jahren beginnt Pierre Auguste Renoir eine Lehre als Porzellanmaler. Bereits mit 15 Jahren kann er dies so gut, dass ihm der Arbeitgeber anspruchsvolle Malarbeiten anvertraut, die sonst von den erfahrenen Porzellanmalern ausgeführt werden . Von seinem Gehalt kann er stelbstständig leben und sogar seine Eltern finanziell unterstützen. Zu dieser Zeit setzt sich jedoch das mechanische Druckverfahren für Porzellan durch und die Manufaktur muss zumachen. Pierre Auguste Renoir muss nun seinen Lebensunterhalt mit dem Bemalen von Fächern und Markisen und dem Kolorieren von Wappen verdienen.

Von 1861 bis 1864 studiert Pierre Auguste Renoir Malerei in der Klasse des Schweizer Malers Charles Gleyre. Schon bald jedoch sucht er sich andere künstlerische Leibilder als seinen Lehrer, nämlich Gustave Courbet und Diaz de la Pena, denen er zufällig beim Malen im Wald begegnet war und die ihn ermuntern, immer nach dem Leben und dem Modell zu malen.

Er freundet sich mit Claude Monet und Alfred Sisley an und malt mit ihnen gemeinsam im Freien. 1864 wird zum ersten Mal ein Gemälde von ihm für den Pariser Salon angenommen. Im Pariser Salon von 1868 war er mit dem Gemälde "Lise mit dem Sonnenschirm" vertreten, für das Lise Trehot Modell stand. Sie war von etwa 1865 bis 1871 Pierre Auguste Renoirs Geliebte.

Seine Inspirationen im Freien wirken sich auch auf seine Ateliergemälde aus. Kritiker werden schnell auf ihn aufmerksam und loben die Frische und Natürlichkeit seiner Gemälde. Dennoch finden sich kaum Käufer für seine Bilder . 1869 lebt Pierre Auguste Renoir in solch bitterer Armut, dass er nicht einmal jeden Tag etwas zu essen hat.

1870 meldet sich Pierre Auguste Renoir freiwillig zu einem Kavallerieregiment im Deutsch-Französischen Krieg, hat jedoch das Glück, sehr weit weg von den Kampfhandlungen stationiert zu werden. 1871 kehrt er nach Paris zurück und gerät er in den Aufstand der Pariser Kommune. Von den Kommunarden in die Wehrpflicht gezwungen, gerät er in schlimme Schwierigkeiten, als er aus Paris zu fliehen versucht und von den Truppen der anderen Seite gefangen genommen wird.

Nach Ende des Krieges nimmt er schnell wieder Kontakt zu seinen Freunden Monet und Sisley auf und verbringt in den Sommern der 1870er viel gemeinsame Zeit mit den Beiden . Ein sehr berühmtes Gemälde von ihm aus jener Zeit zeigt die Familie Monet im Garten ihres Hauses in Argenteuil. Manet und Renoir hatten dabei ihre Staffeleien nebeneinander gestellt und die gleiche Szene gemalt.

Pierre Auguste Renoir liebt es, gesellschaftliche Events darzustellen und Lebensfreude in Bilder umzusetzen. Trotz der Bewegungen der dargestellten Personen und der Ausgelassenheit integriert er kleine Stillleben. Anders als Claude Monet und die anderen Impressionisten bemüht sich Pierre Auguste Renoir immer wieder um die Aufnahme seiner Gemälde im Pariser Salon, beteiligt sich jedoch 1874 mit großer Lusta n der Vorbereitung und Durchführung der ersten Impressionisten-Ausstellung.

Es gelingt ihm endlich, Gemälde an die Kunsthändler Paul Durand-Ruel und Pere-Martin zu verkaufen. Durand-Ruel ist ein großer Förderer der Impressionisten und gibt ihm Geld, so dass er sich ein Atelier leisten kann. Sein Einkommen ist jedoch so knapp bemessen, dass es gerade so ausreicht, um den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Seine finanzielle Situation verbessert sich Mitte der 1870er Jahre, als er den Zollbeamten Victor Cocquet und den Verleger Georges Charpentier kennenlernt und von ihnen Aufträge für mehrere Gemälde bekommt. Durch die Referenz der einflussreichen Madame Charpentier weitet sich sein Bekanntenkreis in der guten Gesellschaft aus, und Pierre Auguste Renoir bekommt in den folgenden Jahren so viele Porträtaufträge, dass sie ihm zeitweise sogar lästig werden.

Nach einem Aufenthalt 1881 in Italien, während dem Pierre Auguste Renoir ein 1400 verfasstes Handbuch für Malerei liest, orientiert er sich stark an Raffaels Fresken, es beginnt die sogenannte "trockene Periode". Pierre Auguste Renoir beginnt, sich komplett neu zu orientieren, er wendet sich vom Spontanen ab und zeichnet die Formen genauer, bleibt aber bei den Motiven voller Lebensfreude. Er wendet sich dem Klassizismus zu.

1883 gerät Pierre Auguste Renoir in eine schöpferische Krise. Beim Publikum und bei der Kritik spürt er in dieser Zeit Desinteresse, und über sich selbst sagt er, dass er sich in einer kreativen Sackgasse befindet. Im März 1885 schenkt ihm seine Geliebte Aline Charigot sein erstes Kind, den Sohn Pierre Renoir, der später als Schauspieler sehr bekannt wurde. Der jüngere Sohn Jean Renoir ergriff später den Beruf des Regisseurs. Ende der 1880er Jahre findet Pierre Auguste Renoir seine Freude an der Farbigkeit und am flüssigen, sinnlichen Malen zurück.

1892 zeigen sich bei Pierre Auguste Renoir die ersten Anzeichen von Rheumatoider Arthritis, die zunächst fälschlicherweise Gicht diagnostiziert wurde. Er zieht 1907 endgültig nach "Les Collettes", einem Landhaus mit großem Garten in Cagnes-sur-Mer bei Nizza, wo das Klima ihm guttut. Trotz seiner Krankheit malt er dennoch unaufhörlich weiter. Pierre Auguste Renoir sitzt mittlerweile im Rollstuhl und lässt sich täglich den Pinsel an die Hand binden, da er ihn nicht mehr halten kann. Pïerre-Auguste Renoir starb im Jahr 1919 im Alter von 78 Jahren.

Gemälde von Pierre Renoir:

Pierre Renoir Schlafende Baigneuse
Pierre Renoir: Schlafende Baigneuse

Pierre Renoir Pont-Neuf
Pierre Renoir: Pont-Neuf

Pierre Renoir Rosen vor blauem Vorhang
Pierre Renoir: Rosen vor blauem Vorhang

Pierre Renoir Junge Frau beim Frisieren
Pierre Renoir: Junge Frau beim Frisieren

Pierre Renoir Le Moulin de la Galette
Pierre Renoir: Le Moulin de la Galette

Pierre Renoir Markusplatz in Venedig
Pierre Renoir: Markusplatz in Venedig

Pierre Renoir Ententeich
Pierre Renoir: Ententeich

Aulistung von Werken von Pierre Renoir:

- Mademoiselle Romaine Lascaux
- Der Maler Bazille an seiner Staffelei
- Lise mit dem Sonnenschirm
- Im Sommer
- Der Zirkusclown
- Der Froschteich
- Der Spaziergang
- Odaliske
- Pont-Neuf
- Die Loge
- Madame Monet und ihr Sohn
- Tänzerin
- Die Pariserin
- Die Schaukel
- Bal au moulin de la Galette
- Die Welle
- Ruderer in Chatou
- Das Frühstück der Ruderer
- Der Dogenpalast in Venedig
- Früchte des Südens
- Die Regenschirme
- Tanz auf dem Land
- Das Kind mit Peitsche
- Die großen Badenden
- Junge Mädchen am Klavier
- Badende, ihr Bein abtrocknend
- Ruhe nach dem Bad